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Bürokratie beim Gründen (2)

Ein Unternehmen zu gründen ist doch einfacher als man denkt.
Bürokratie beim Gründen (2)
KI-generiertes Bild (Tool: ChatGPT)

In meinem letzten Artikel habe ich über die ersten bürokratischen Stolpersteine beim Gründen gesprochen. Nachdem ich endlich durch den Dschungel aus Formularen und Behörden durch war, ging es an die praktischen Dinge: IHK, Geschäftskonto, Telefonnummer und Co.

Überraschung: Nach dem Behörden-Marathon (siehe Teil 1) war dieser Teil erstaunlich entspannt. Hier erzähle ich dir, wie es bei mir lief — und worauf du achten solltest, wenn du selbst gründest.

Kammeranmeldungen (IHK)

Die Anmeldung bei der IHK war tatsächlich der angenehmste Schritt im ganzen Prozess. Sobald das Gewerbe angemeldet ist, meldet die Behörde dich automatisch bei der zuständigen Kammer an. Wenig später lag ein Brief im Briefkasten – klar strukturiert, gut erklärt, ohne viel Bürokratie-Drama.

Die Registrierung selbst ist verpflichtend, aber viele Aktivitäten sind freiwillig. Ich habe mich ins Register eintragen lassen, weil ich keinen Nachteil sah und neugierig war, was die IHK eigentlich anbietet.

Und tatsächlich: Schon kurze Zeit später kam die Einladung zur „Gründungswoche 2025“. Dort gab es Vorträge von neuen und erfahrenen Gründer:innen sowie viele Möglichkeiten zum Austausch. Ich konnte direkt Kontakte knüpfen und erste Fragen loswerden; etwas, das man beim Gründen nicht unterschätzen sollte.

Kontoeröffnung

Beim Geschäftskonto musste ich ein bisschen mehr recherchieren. Der Markt ist inzwischen riesig, und viele Apps bieten viel mehr als nur ein Konto. Wirklich spannend fand ich:

  • Ethikbank (klassisches Konto, mit Fokus auf Nachhaltigkeit)
  • Qonto (Geschäftskonto mit zusätzlichem Geschäfts-Tooling in einer App)
  • Accountable (Affiliate-Link, Konto bei SWAN, App mit Steuercoach und Kundenliste und Rechnungslegung/Buchung)

Am Ende habe ich mich für Accountable entschieden. Die Einrichtung dauerte nur wenige Minuten, alles online. Einziger Hänger: die Registrierung der E-Rechnung, aber auch das war schnell mit dem Support geklärt.

Für kleine Unternehmen ist das Konto kostenlos – was natürlich ein netter Bonus ist.

Telefonnummer

Beim Telefonvertrag wurde es etwas interessanter. Wichtig ist hier, dass der Anbieter qualifizierte Rechnungen ausstellt, sonst wird die Buchhaltung schnell kompliziert.

Grundsätzlich bieten die meisten bekannten Anbieter (Telekom, Vodafone, Congstar usw.) passende Tarife für Selbstständige an, oft sogar Prepaid-Tarife. Die Online-Identifizierung macht das Ganze inzwischen sehr unkompliziert.

Ich habe mich letztlich für einen günstigen Vodafone-Tarif entschieden (ab 4,99 € pro Monat). Für mich reicht das vollkommen, da ich die Nummer hauptsächlich zur Erreichbarkeit nutze.

Etwas aufpassen muss man bei Anbietern wie fraenk: Sie verbieten Geschäftsnutzung nicht aktiv, aber sie sind klar auf Privatkunden ausgelegt.

Paypal Business

Mit dem Geschäftskonto konnte ich endlich auch PayPal Business einrichten – und der Prozess war erstaunlich einfach. Charmantes Retro-Detail: Selbst 2025 wartet man immer noch ein bis zwei Tage auf die berühmte „1-Cent-Überweisung“ zur Verifizierung.

Praktisch ist vor allem die separate PayPal-Business-App, um private und geschäftliche Zahlungen sauber zu trennen.

Amazon Business

Für Büromaterial und andere Kleinigkeiten wollte ich Geschäftsausgaben sauber vom Privaten trennen. Ein Amazon-Business-Konto war schnell erstellt, die Verifizierung mit Gewerbeanmeldung dauerte keine zwei Stunden.

Mein erster Einkauf? Eine Geldkassette und ein paar Ordnermappen – klassischer Gründungsalltag.

Auch Amazon bietet eine eigene Business-App, was das Trennen von privaten Käufen erleichtert.

Fazit

Nachdem die behördlichen Anträge (siehe Teil 1) teilweise unglaublich zäh waren, lief der Rest überraschend reibungslos. Konto eröffnen, Telefonnummer einrichten, IHK-Formalitäten – das alles war in wenigen Stunden erledigt und hat sofort echten Mehrwert gebracht.

Mein Fazit bleibt daher: Gründen ist gar nicht so schlimm — wenn da nicht dieses rätselhafte Bürokratie-Monster namens Finanzamt/Elster wäre.

Aber hey: Wenn du das geschafft hast, ist der Rest fast schon entspannend.


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